Scotland Yard
Bild: ©Ravensburger

Scotland Yard

1983
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ab 8 Jahren

Schaffen es die Detektive vor Ablauf von 22 Zügen mit einer Spielfigur auf dem Feld zu landen, auf dem sich Mister X befindet oder gelingt es ihnen Mister X so einzukreisen, dass dieser keinen gültigen Zug mehr machen kann, gewinnen die Detektive. Gelingt dies nicht, kann Mister X fliehen und gewinnt.


Scotland Yard - Die spannende Jagd nach Mister X quer durch London

Dieses Spiel gehört seit seinem Erscheinen im Jahr 1983 zu den beliebtesten Gesellschaftsspielen überhaupt. Wenig überraschend gewann das Spiel im gleichen Jahr den Preis "Spiel des Jahres". Auch heute wird das Spiel weiterhin gerne gespielt und in leicht veränderten Versionen immer noch verkauft.

Ziel des Spiels

Scotland Yard war vielen Spielen seiner Zeit in einem ganz besonderen Punkt voraus: Mehrere Spieler mussten gemeinsam als Detektive agieren, um das Spiel zu gewinnen. Gemeinsam versuchen die Agenten, Mister X, der von einem anderen Spieler verkörpert wird, zu fangen, bevor jeder Detektiv insgesamt 22 Züge durchgeführt hat. 

Schaffen es die Detektive vor Ablauf der 22 Züge, mit einer Spielfigur auf dem Feld auf dem Spielbrett, auf dem sich Mister X befindet zu landen oder gelingt es ihnen, Mister X so einzukreisen, dass dieser keinen gültigen Zug mehr machen kann, gewinnen die Detektive. Gelingt dies nicht, zeigt Mister X den Detektiven eine lange Nase und kann fliehen.

Inhalt der Spieleverpackung

Neben dem schön gestalteten Spielplan, der einen Ausschnitt der Stadt London zeigt, befinden sich 6 Spielfiguren (unterschiedliche Farben), 29 Startkarten (mit einem X oder D auf der Rückseite), 130 Tickets für Taxi, Bus, Underground sowie Black Tickets, 3 Doppelzugtickets, 5 Tickettafeln für die Detektive, 1 Fahrtentafel und 1 Sichtschirm für Mister X sowie 2 Ringe für Bobbies in der Schachtel. Letztere werden nicht in jedem Spiel benötigt.

Für wen ist das Spiel geeignet?

Hersteller Ravensburger gibt eine Altersempfehlung von 8 Jahren an. Diese ist etwas niedrig angesetzt, da das Spiel auf einem strategischen Vorgehen basiert. Sowohl die Detektive als auch Mister X müssen Spielzüge im Voraus planen, weshalb ein etwas höheres Einstiegsalter angebracht ist. 

Von dieser kleinen Einschränkung abgesehen ist Scotland Yard ein ideales Familienspiel, bei dem Kinder und Erwachsene gemeinsam Spaß haben und erfolgreich sein können. Die Regeln sind schnell erklärt, so dass ein schneller Einstieg gewährleistet ist. Zudem sind die Regeln so klar formuliert, dass eine Partie nicht zu einem langwierigen Regelstudium ausufern kann.

Spielregeln

Zu Beginn sollten sich die Spieler darauf einigen, wer die Rolle von Mister X übernimmt. Dieser Spieler erhält den Sichtschirm, die Doppelzugtickets, die Black Tickets, die Fahrtentafel und die transparente Spielfigur. Zudem benötigt Mister X ein Blatt Papier (das er in die Fahrtentafel legt) sowie einen Stift. 

Die anderen Spieler (die Detektive) nehmen sich eine Spielfigur in der Farbe ihrer Wahl, die gleichfarbige Tickettafel sowie insgesamt 22 Tickets: 11x Taxi, 7x Bus und schließlich 4x Underground. 

Nun werden die Startkarten gemischt. Die Detektive ziehen eine der Startkarten mit einem "D", Mister X eine Karte mit einem "X" auf der Rückseite. Die Detektive stellen ihre Spielfigur auf dem Spielfeld auf das Feld mit der Nummer, die auf der Startkarte steht. Mister X merkt sich seine Startnummer, ohne diese den Detektiven mitzuteilen. 

Wie wird nun gespielt? 

Die Spieler sind in London stets mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, nämlich mit Taxi, Bus und Underground. Pro Zug gibt ein Detektiv ein Ticket ab und kann dann mit dem entsprechenden Verkehrsmittel bis zum nächstmöglichen Feld reisen. 

Jedes Feld auf dem Spielfeld hat in der Mitte ein Rechteck, in dem eine Nummer steht. Ist dieses Feld rot unterlegt, ist es gleichzeitig eine Underground-Station. Eine gestrichelte rote Linie verbindet dieses Feld mit weiteren Underground-Stationen. Stehst Du mit Deiner Figur auf diesem Feld und möchtest die Underground nutzen, gibst Du ein rotes Ticket ab und bewegst Deine Spielfigur entlang der roten Linie bis zum nächsten Feld mit einem rot eingefärbten Rechteck, so zum Beispiel von Feld 111 bis zum Feld 153. 

Bushaltestellen sind durch einen hellblauen Halbkreis dargestellt, von ihnen gibt es mehr als von den Undergroundstationen. Eine blaue Linie zeigt, mit welchen Bushaltestellen ein bestimmtes Feld verbunden ist. Taxiverbindungen schließlich werden durch gelbe Linien dargestellt. Jedes Feld auf dem Spielbrett kann mit dem Taxi angefahren werden, allerdings sind hier die Distanzen, die in einem Zug zurückgelegt werden, am kürzesten. 

Es ist übrigens möglich, die gleiche Strecke im darauffolgenden Zug wieder zurückzufahren. Wichtig aber ist, dass pro Runde jede Spielfigur bewegt werden muss. Auch Mister X muss in jeder Runde einen Zug durchführen. Er schreibt auf seiner Fahrtentafel auf, auf welchem Feld er nach seinem Zug landet, verkündet dann für alle Detektive, welches Verkehrsmittel er genutzt hat, um dorthin zu gelangen und legt ein entsprechendes Ticket auf die Fahrtentafel, um den gerade getätigten Eintrag auf der Fahrtentafel zu verdecken. 

Kann ein Detektiv nicht mehr weiter reisen, weil er keine passenden Tickets mehr besitzt, setzt er aus. Die Reihenfolge, in welcher die Detektive ihre Züge durchführen, ist nicht vorgegeben. Zunächst startet Mister X, dann kommen alle Detektive an die Reihe und schließlich ist Mister X wieder an der Reihe, nutzt ein weiteres Verkehrsmittel, trägt das nun erreichte Feld auf der Tafel ein und verdeckt es wieder mit einem passenden Ticket. Mister X kann alle Verkehrsmittel beliebig oft benutzen. 

Nun gibt es noch besondere Züge: zunächst einmal kann Mister X in jedem Spiel bis zu 5 Black Tickets nutzen. Diese verschleiern, welches Verkehrsmittel Mister X gerade verwendet hat. Zusätzlich sind sie die einzigen Tickets, die Mister X die Nutzung einer Fähre am Fluss erlauben. 

Außerdem kann Mister X einen Doppelzug absolvieren. In diesem Falle darf er zwei Fahrten unternehmen; er muss also zwei Züge durchführen, bevor die Detektive an der Reihe sind. 

Nach dem 3., 8., 13., 18. und schließlich 24. Zug muss Mister X seine aktuelle Position preisgeben. Dazu stellt er die transparente Figur auf das Feld, auf dem er sich gerade befindet. Nun können die Detektive beratschlagen, wie sie Mister X am besten einkesseln und verfolgen können. Haben alle Detektive ebenfalls ihren Zug ausgeführt, nimmt Mister X seine Figur wieder vom Feld. 

Nun spielt man so lange, bis entweder alle 22 Züge gespielt wurden, ohne dass Mister X gefangen wurde, bis kein Detektiv mehr ein Zug durchführen kann oder bis sich Mister X auf dem gleichen Feld wie ein Detektiv aufhält. 

Spielen nur zwei oder drei Detektive mit, so eilen ihnen Bobbies zu Hilfe: Spielfiguren, die mit Hilfe der Bobby-Ringe markiert sind. Bobbies werden wie Detektive auf in jedem Zug von den Detektiven gezogen, allerdings benötigen sie keine Tickets für ihre Züge.

Änderungen

Vom Spielprinzip her hat sich Scotland Yard seit seinem Erscheinen kaum verändert. In regelmäßigen Abständen kamen neue Editionen heraus, die allerdings hauptsächlich ein neues Design besaßen und sich ansonsten kaum vom Originalspiel unterschieden. Seit 2013 gibt es mit Scotland Yard Master eine interessante Neuauflage, die das Spiel durch neue interaktive Elemente ergänzt: Per optional herunterladbarer App können die Detektive auf neue Methoden zurückgreifen, um Mister X zu fangen - dieser kann jedoch mit dem Hubschrauber ein neues Verkehsmittel benutzen. 

Scotland Yard Junior zeichnet sich ebenso wie das Scotland Yard Mitbringspiel durch ein deutlich verkleinertes Spielfeld aus. Ganz ohne Spielbrett kommt Scotland Yard - Das Kartenspiel aus. Und schließlich gibt es mit Mister X - Flucht durch Europa eine vollständig neue Version des Spieleklassikers, in der erstmals London verlassen und eine spannende Verbrecherjagd durch ganz Europa durchgeführt wird.